Samstag, 12. Juli 2003
Keppel hoch zwei

Hilary Putnam tut in seinem jüngsten Buch beide Theorien mit wenigen Sätzen als mysteriösen Intuitionismus ab. Denn nachhaltigere, radikalere Argumente sind im Laufe des vorigen Jahrhunderts zur „kulturellen Institution“ einer Tatsache/Wert-Dichotomie und damit zur Wertfreiheit oder Wertneutralität der Wissenschaft aufgeboten worden. Doch deren „Kollaps“ glaubt Putnam nun herbeigeführt zu haben.

Willy Hochkeppel heute in der SZ.

Unter der nostalgischen Projektion des Pop-Art-Logos von „Yes“ türmte ein von Tastengeräten umzingelter Rick Wakeman wie eh und je Klangteppiche aufeinander, neben oder im Duell mit Steve Howes nach wie vor wunderbarer Gitarre und Chris Squires wuchtigem Bass. Über allem Jon Andersons charakteristische, falsettartige Stimme, mit der er zur weihevollen Gestik der Hippie-Ära „Don’t kill the whale“ oder „Roundabout“ anstimmte. Der einzige Top- Ten-Hit, den die Band je hatte, das knallige „Owner Of A Lonely Heart“ aus den 80ern, fehlte bezeichnenderweise, man hielt sich ganz an das orchestrale Rockkonzept der legendären Alben von „Fragile“ bis „Tormato“.

Oliver Hochkeppel heute in der SZ.

Was ich mir nicht vorstellen kann: Hilary Putnam auf einem Yes-Konzert. Rick Wakeman, Hilary Putnam lesend. Aber hier keppelt sich's zwischen Vater & Sohn (nehme ich mal an) zusammen.

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Donnerstag, 10. Juli 2003
Diss überarbeiten

Die Fantasie, beim Wiederlesen eigener Texte immer, es sollte beim Schreiben der Faden zum Geschriebenen ganz und gar gekappt, es sollte das Eigene zum Fremden werden, sobald es Schrift ist. Nicht dieser Ekel vor dem eigenen Wort, sobald es einem geschrieben entgegentritt, sondern die Haltung dazu wie zum Wort eines andern. Hinzu käme der erfrischende Gedanke bei der Lektüre des dann Unvertrauten: Na, das könntest du auch.

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Irritation bei der Lektüre von Prantl-Artikeln

Ich denke immer, der Prantl ist gestorben. Dabei ist gar nicht der Prantl gestorben. Sondern der Riehl-Heyse.

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Sport

Mit elf begann ich, Tischtennis zu spielen und tingelte dann jahrelang in irgendeiner letzten oder vorletzen Liga über die Dörfer. Verlor mehr als ich gewann. War hoffnungslos unbegabt und bin es bis heute. Der neuen Zählung verweigere ich mich, habe auch noch alte Bälle. Wenn der Freund, mit dem ich früher Doppel spielte, nach Berlin kommt, verliere ich noch immer gerne. Mit zwölf wurde ich Mitglied im Fußballverein, es war Winter, Hallensaison, ich hatte einen kurzen Auftritt in einem Turnier, dann trat ich wieder aus. Mit dreizehn ließ ich mir einen Schachcomputer zum Geburtstag schenken, den ich in der zweiten Stufe immer besiegte. Die dritte Stufe, die etwa so gut war wie ich, benötigte stets so viel Bedenkzeit, dass ich meistens aus Ungeduld aufgab. Lange Jahre ging ich Joggen im Wald, auf einem Trimmdichpfad, der im Laufe der Zeit verwilderte. Zuletzt sah ich niemanden mehr, der an den Ruinen der Geräte noch zu hangeln und sich zu trimmen wagte. Meine Lieblingsbahn beim Minigolf ist Nummer 16. Sieht so einfach aus, den Ball geradeaus schlagen, durch das kleine Tor, dann am Ende kurz hinauf. Ist aber schwer. Eine Sache genauer Dosierung, die misslingt, wenn man sich zu sehr bemüht.

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Geek World

Nicht nur dass ich diesen Artikel übers Berliner Videodrom dämlich finde, ich muss auch sagen, dass ich den Laden - abgesehen davon, dass er gewiss eine der besten Videotheken der Welt und einigermaßen lebensnotwendig ist - nicht ausstehen kann. Diese Geeks hinter der Theke, die es nicht lassen können, darüber zu schwadronieren, wie großartig sie sind und wie kenntnislos der Rest der Welt, die unaufhörlich ihre Ansichten heraustrompeten, als interessierte es irgend jemanden, denen es so offenkundig an jeder Form von Sensiblität oder Subtilität fehlt (der Geschmack ist danach), diese Spießer des Nonkonformismus, die sich, kurz gesagt, in dem Maße toll vorkommen, in dem sie Vollidioten sind: die verleiden mir jedesmal den Besuch in diesem Laden, der eigentlich so etwas wie das Paradies eines jeden Filmliebhabers sein sollte.

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Samstag, 28. Juni 2003
Zu-Hause-Ding

Kristof Schreuf hat klarerweise ein paar Pillen Pollesch eingeworfen. Liest sich prima. Und natürlich reden die Juroren Stuss (streamt gerade, während ich dies schreibe).

[via mediumflow]

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Eine Rezension, die große Lust macht auf diverse indische Bücher. Wenngleich nicht auf das besprochene.

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