Es macht einer exzellente Bücher, drei, vier pro Jahr, mehr geht nicht, und bekommt sein Geld wieder rein, wenn sie sich vierstellig verkaufen. Kein Gewinn, wird alles sofort reinvestiert ins nächste Buch. Die Kritiken sind gut, aber ob einfach die Zielgruppe so klein ist, wird man nicht rausfinden können, weil die Struktur des Buchhandels das unmöglich macht. Nirgends nämlich ist, trotz professionellen Vertriebs, mehr ein Fuß in die Tür zu kriegen. Ein paar kleine und ein paar spezialisierte Buchhändler nehmen noch was ab, gelegentlich, aber die Großen sehen da keine Gewinnmargen (und selbst engagierte Einkäufer in den Filialen haben wenig Spielraum), die Kleinen kämpfen ums Überleben und da kämpft es sich mit den etablierten Verlagen und Autoren auch erfolgreicher. Auch auf anderem Wege ist wenig zu machen. Eine hymnische Zweiseitenkritik im Spiegel verkauft sechshundert Bücher, die Effekte der Restpresse kann man sich denken. Für zwei Sparten der Unternehmensgründung geben deutsche Banken aus Prinzip keine Kredite mehr an einzelne: Restaurants und Buchhandlungen.
online for 8743 Days last updated: 26.06.12, 16:35