Samstag, 14. Juni 2003
abschaffel

Ich glaube, ich denke, seit ich es gekauft habe - am 30.8.91, es war das 252. Buch, das ich in diesem Jahr kaufte, auch das ist notiert auf der ersten Innenseite; das Jahr meines Zivildienstes, das muss als Erklärung jetzt genügen -, seither also denke ich, glaube ich, ich habe im Regal einen Band der berühmten Abschaffel-Trilogie von Wilhelm Genazino. Als ich "Die Ausschweifung" vor ein paar Tagen aus dem Regal nahm (Dank an M., der mich dazu inspirierte und vielleicht leiht er mir auch mal die "Träne im Ozean"?), wurde mir klar, dass ich mich zwölf Jahre lang geirrt habe. Es ist das Buch, das danach erschien und also habe ich nun immer noch nichts aus der Abschaffel-Trilogie gelesen und stattdessen diesen, weit weniger bekannten Roman von Wilhelm Genazino. Gerne, sehr gerne übrigens habe ich ihn gelesen, und die Stärke des Buchs (mutmaßlich aller Genazino-Sachen?) ist die, dass man, wenn man erzählen wollte, worum es geht, eigentlich, wie Borges' Landkarte, den ganzen Roman noch mal erzählen müsste, von Anfang bis Ende, weil in der Angabe eines Inhalts sich hier nichts erschöpft, weil es die Details sind der Welt, die Genazino ausbreitet, Frankfurt, genauer gesagt, in denen die Größe des Buchs liegt, in dem nichts groß ist, höchstens die Mittelmäßigkeit seiner Helden und Geschehnisse und Hoffnungen und Ängste und Phantasien (wie die des Eckhard Fuchs, mit seiner Frau, mit der er im Grunde kaum mehr Sex hat, am offenen Fenster, vom Vorhang verdeckt, von hinten zu verkehren; das sind seine Worte, genauer gesagt die des Erzählers, der sich andere Worte als die des Eckhard Fuchs aber nicht, oder fast nicht, gestattet). Ich werde aber nichts weiter darüber schreiben außer 1. dass es nicht der letzte Genazino gewesen sein wird, für mich, und 2. dass ich ihn der Welt empfehle.

 
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last updated: 26.06.12, 16:35

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