![]() |
Donnerstag, 17. März 2005
weltbank
knoerer
10:44h
Na, hat doch was. Den Wolf ganz ohne Schafspelz zum Schäfer machen. ... Link
entzückungen
knoerer
09:58h
Lange schon ist mir Maya Deren ein Begriff und doch hatte ich, wie es bei manchen Werken geht, denen man desto weniger sich zu nähern wagt, je länger man die Begegnung damit aufschiebt, bisher keinen einzigen ihrer kurzen Filme gesehen. Und dann war mir gestern Abend bei "Meshes of the Afternoon" schon nach wenigen Sekunden sofort gebannten Blickes klar: es ist für mich und es ist weltverzaubernd und einzigartig und das missing link zwischen verschiedenen Dingen, die zu den schönsten gehören, die ich kenne und die so weit auseinander liegen wie nämlich einige Bollywood-Sachen der 40er und 50er Jahre und, ja, Jacques Rivette, ein Treiben im Traum durch Räume und Zeiten, die nur die Kamera öffnen, finden, erschließen kann. Und dann, noch sehr viel unvermuteter, eine andere, ein paar andere Welten davon entfernte Entzückung: Die Anime-Serie "Experimental Series Lain", die auf so bezwingende wie überhaupt nicht naheliegende Weise Cyberpunk über den Umweg der typisch japanischen Mädchen-Geschhichte ins Surreale transponiert und dabei, als wäre es ganz selbstverständlich, der Form des Animationsfilms so sanft wie bestimmt Bildexperimente zumutet, die ich so, aber ganz anders, bestenfalls aus dem abgedrehteren Autoren-Comic-Bereich kenne (sagen wir Moebius, aber ohne den Eso-Scheiß, bzw. hat die Cyberpunk-inspirierte Esoterik hier sehr genaue Funktionen für die Struktur der Serie). ... Link
faz
knoerer
09:33h
Ich sag das ja nicht gern, aber Sie müssen heute die FAZ kaufen (oder stehlen, meinethalben), weil sich darin zum einen ein großer Artikel von Bert Rebhandl über das einmalige Werk von Frederick Wiseman findet ("In der geläufigen Klassifizierung des dokumentarischen Kinos fällt Frederick Wiseman unter "direct cinema", weil er so unvermittelt wie möglich arbeitet. Möglich ist dies allerdings nur, weil seine Filme in erster Linie von Vermittlung handeln. Deswegen gehört sein Werk zu den großen Beschreibungsversuchen der modernen Gesellschaft. Zwischen Balzac und Luhmann, zwischen Roman und Theorie erweist sich das Kino selbst als Medium der Vermittlung. ) und zum anderen ein sehr respektvoller und modernetheoretisch aufschlussreicher Glückwunsch von Dietmar Dath für Hans Wollschläger zum Siebzigsten (ich zitiere nur einen Satz, hihi: "Wollschlägers Künstlermodell, von ihm zurückprojiziert auch auf so gegensätzliche Figuren wie Friedrich Rückert oder Karl May, ist die gebrochene, leidende, sublime Überhöhung des sich als Kunstwesen denkenden, nach innen zwar verkorksten, aber aus dieser Verkorkstheit auch ungeheure Energien für glückhafte wie tragische Kulturleistung gewinnenden bürgerlichen Ichs, dessen Entstehungsbedingungen Sigmund Freud zu einer Zeit erforscht und beschrieben hat, als dieses Ich bereits im Absterben begriffen war, weil seine historischen Träger, nämlich ökonomisch nicht so ohne weiteres erpreßbare Menschen mit reichem Innenleben, also Helden von Thomas-Mann-Romanen, in die um 1900 beginnende Phase des "technoromantischen Abenteuers" (Kraus) und seine gigantischen Nivellierungsflächenbrände nicht mehr paßten.") ... Link |
online for 8847 Days
last updated: 26.06.12, 16:35 furl
zukunft homebase
film
auch dabei fotoserien cinema vollständig gelesene blogs
new filmkritik
aus und vorbei
darragh o'donoghue
![]() Youre not logged in ... Login
![]() ![]()
nasal Ein Leserbrief in der
morgigen FAZ: Zum Artikel "Hans Imhoff - Meister über die...
by knoerer (17.02.09, 19:11)
live forever The loving God
who lavished such gifts on this faithful artist now takes...
by knoerer (05.02.09, 07:39)
gottesprogramm "und der Zauber seiner
eleganten Sprache, die noch die vulgärsten Einzelheiten leiblicher Existenz mit...
by knoerer (28.01.09, 11:57)
|