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Donnerstag, 14. November 2002
Ed Kuepper: Today Wonder (1990)
knoerer
17:15h
Auch von Down Under. Eine echte Lieblingsplatte; dumpf der Bass (der aber keiner ist, sondern Kueppers 12 string guitar), monoton das Schlagzeug (drums & cardboard box heißt es lakonisch), dazu die Melodielinie von Kueppers 12 Gitarre, die hier dann nach Gitarre klingt, das ist "Horse Under Water" und klingt wie nix sonst auf der Welt. Damals im Radio gehört (B2 Zündfunk, glaube ich), Platte gekauft, glücklich gewesen. Und ich hatte doch glatt wieder eine Gänsehaut, eben. Es ist im Grunde ganz unbegreiflich, wie man mit so minimaler Besetzung einen derart eigenständigen Sound hinbekommt. Bei anderen Songs klingt's dann ein bisschen mehr wie Sachen, die man kennt, in Richtung Singer-Songwriter (z.B. das auch sehr schöne "Everything I've Got Belongs to You"), aber immer noch sehr schön. Kuepper, der zuvor eine wichtige australische Punk-Band gegründet hatte - Name entfallen, ich hoffe, ich bringe da auch nichts durcheinander -, hat Vergleichbares danach nicht mehr hinbekommen, sondern im Gegenteil den Anschluss an neuere Moden gesucht. Da war dann irgendwann Schluss mit meinem Interesse, aber andererseits: Wenn man mal einen puristischen Nullpunkt gefunden und auf einen Schlag perfektioniert hat wie das Kuepper hier gelungen ist, wie soll man da weiter machen, wenn nicht ganz anders. Jetzt fährt der Tonarm, nebenbei gesagt, wieder zurück. Aber Technik ist ja vielleicht nicht dann richtig und wirklich kaputt, wenn sie verlässlich nicht mehr funktioniert, sondern dann, wenn sie mal funktioniert und mal nicht. Jedenfalls treibt sie einen genau dann in den Wahnsinn. ... Link Mittwoch, 13. November 2002
The Chills: Submarine Bells (1990)
knoerer
17:33h
Nett klingt das, Genre: Pop ohne blöde Klischees. Wo andere gefällig werden, bleibt's hier rauh genug. Frühe Go-Betweens vielleicht. Eine Band aber, über die ich nie irgendwas wusste, weil ich sie nie so spannend fand, dass ich mehr rausfinden wollte. Aber damals war das ja auch noch schwerer, heute frag ich Google und kriege den ganzen Lebenslauf ausgespuckt. Aus Neuseeland kommen die also, aha. Dabei sind übrigens auf der CD, die ich von ihnen habe (Brave Worlds) zwei Songs (Push heißt der eine, den Titel des anderen habe ich gerade vergessen, hab' jetzt auch keine Lust nachzusehen), die ich oft auf Verschenktapes gespielt habe. Mehr als die zwei, war meine feste Überzeugung, sind ihnen nicht gelungen. Als ich jetzt dieser Tage, nach Jahren, die CD noch mal gehört habe, waren die meisten anderen aber plötzlich auch gut. Die LP hat mir schon immer schlechter gefallen, das immerhin hat sich nicht geändert. In den Texten geht's viel ums Singen und Schreiben von Songs, keine große Poesie, aber jenseits des Peinlichen und das eine muss ich gleich sagen, dass mir beim Musikhören die Texte immer schon ziemlich wurscht waren (was nicht heißt, dass ich manche Zeile nicht mein Lebtag erinnern werde; aber selbst dann kann's sein, dass ich gar nie wirklich darauf geachtet habe, was da eigentlich gesungen wird). Manchmal ist's auch echt rätselhaft: "Effloresce and deliquesce / She bursts forth and then regrets / He breaks down and when she / goes slowly ices over." Übrigens ist mein Plattenspieler doch nicht mehr ganz in Ordnung: der Tonarm findet von der Mitte nicht mehr zurück an den Anfang. Schrrrpp. Schrrrp.Schrrrp. ... Link Dienstag, 12. November 2002
Z wie Zevon
knoerer
15:08h
Supatyp hat mich auf eine Idee gebracht, wenn es eine ist. Werde mich durch meine lang vernachlässigte Plattensammlung hören und Bericht erstatten. Eigentlich dachte ich, mein Plattenspieler sei kaputt. Ist er aber gar nicht, rauscht nur so komisch. Dafür, entdecke ich jetzt, tut's das Kassettendeck nicht mehr. Sei's drum. Fangen wir also bei Z an, wie es sich gehört. Warren Zevon: The Best of. A Quiet Normal Life (1986) Eine Platte, zu der ich, soweit die Erinnerung nicht trügt, nie eine besondere Beziehung hatte. "Werewolves of London" hat sich im Kopf jedenfalls viel besser angehört als jetzt in echt: diese Gitarren, nicht nur hier, die kann ich gar nicht mehr ab. Reizlos geradeaus gerockte Sachen ("The Envoy", "I'll Sleep When I'm Dead") neben merkwürdigem Folk ("Roland The Headless Gunner"). Die Texte aber sind nicht schlecht: "I saw a werewolf with a Chinese menu in his hand/Walking through the streets of Soho in the rain/He was looking for the place called Lee Ho Fook's/Going to get himself a big dish of beef chow mein." Sonst viel korrekte Politik, aber auch über die Backgroundgesänge - und eigentlich bin ich für sowas sehr anfällig, bei Van Morrison liebe ich das sehr - komme ich nicht recht weg (Jackson Browne, Stevie Nicks & Lindsey Buckingham sind gelistet, unter anderen). Eine Enttäuschung, aber ich glaube, Zevon gehörte für mich schon immer zu denen, bei denen es gut und richtig ist, dass es sie gibt, ohne dass ich die Teile dieser Summe besonders toll gefunden hätte. Übrigens liegt er im Sterben, habe ich gelesen. ...to be continued ... Link Samstag, 29. Juni 2002
Verpasst
knoerer
16:05h
... Link Freitag, 28. Juni 2002
Sperrgebiet?
knoerer
12:18h
... Link
Nanu?
kerlone
00:41h
Ist das hier ein Multi-User-Weblog oder warum kann ich hier was posten? (Sorry, ich musste das ausprobieren - evtl. bist du ja dankbar für den Hinweis, ich kenn mich ja mit Antville nicht aus). Gruß, KerLone (Die Posting-URL war übrigens in meinen Referrern.) ... Link Donnerstag, 27. Juni 2002
sehr gut dagegen dies
knoerer
17:47h
"And—and—" Jesus said, wiping tears from his shining eyes, "and we were only kidding. God, they must think we're mean!" And they walked off slapping their foreheads and kneecaps, and Jesus' hat fell off. His eyes are intensely beautiful, blue. He is very tall. [aus Steven Barthelme, Heaven, in The Atlantic Monthly, via textism] ... Link ... Nächste Seite
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