Freitag, 26. April 2002
großartige erste Sätze


Ich sann gerade über schicksalhafte Fügungen im Leben nach, als Harry Gregg in der Tür erschien. Das hätte natürlich auch Zufall sein können.
[Stephen Horn: Bis zum Beweis der Unschuld]

Ob auch der Rest was taugt, kann ich noch nicht sagen.

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Donnerstag, 25. April 2002
schön

dass Katja Nicodemus, da sie nun bei der Zeit ist, Dinge wie diese so richtig ex cathedra verkünden kann:

Der neue deutsche Film ist da! Und zwar schon eine ganze Weile.

Gemeint sind Arslan, Petzold, Schanelec (dass ich ganz und gar einverstanden bin, muss ich vermutlich niemandem mehr erzählen), das Porträt der Schramm-Produzenten macht sie reichlich sympathisch - und über das sonnige Gemüt, das sich im folgenden Absatz ausdrückt, kann man sich auch nur freudig wundern:

Im Überschwang greift Koerner einmal zum Taschenrechner, tippt demonstrativ ein paar Zahlen ein und verkündet feierlich: "Bei insgesamt 6000 Besuchern haben 0,12 Prozent der kinotauglichen Einwohner unseres Landes den letzten Film von Angela Schanelec gesehen!" Nach kurzem Stirnrunzeln gibt er die Zahlen ein weiteres Mal ein, diesmal ein bisschen langsamer. "Naja, sind doch nur 0,012 Prozent." Er strahlt. "Aber ist doch toll, oder?"

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Mittwoch, 24. April 2002
schlechte gesellschaft


Nicht dass mich bei Lou Reed irgendwas noch sonderlich wundern tät. Aber dem neuerlichen Missvergnügen sei hiermit Ausdruck verliehen:

Luciano Pavarotti (66) wird auch in diesem Jahr bei seinem traditionellen Wohltätigkeitskonzert "Pavarotti & Friends" von vielen internationalen Stars unterstützt. Bei der Veranstaltung, die am 28. Mai in Modena sein soll, erwarte der Tenor unter anderem Andrea Bocelli, Lou Reed und Ex-Police-Chef Sting, berichteten italienische Medien.

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eigentlich

wollte ich heute gar nichts schreiben

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immer wieder

fassungslos macht mich der prätentiöse Müll, der Texte über Kunst zu 99 Prozent ausmacht. Nur zum Beispiel die Blätter zu den oft witzigen, ironischen Sachen, die das Museum für Moderne Kunst zu einem wunderschönen geistigen Abenteuerspielplatz machen - von Bill Violas Krach, der einen zu Tode erschrecken kann bis zu Slominskis Wildschweinfanganlage - das alles in diesem großartig um viele Ecken gedachten Bau. Aber nein, das muss zugeschwurbelt werden mit Worten, die von totaler Demenz und der Absenz noch des geringsten Selbstzweifels ebenso zeugen wie von einer Humorlosigkeit, die ihresgleichen dann wieder nur in Texten vom anderen Ende des Spektrums modernen Lebens findet, neuerem Managementschmarrn etwa.

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resiste

RESISTE

Peu importe votre vote, vos regrets, votre colère, votre incompréhension. Peu importe la politique et ce que vous en pensez. Peu importe votre métier et ce que vous aimez. Peu importe vos goûts et vos
couleurs. Si chacun a ses rêves, nombreux sont désormais au coeur d'un cauchemar.
Vous ne voyez pas le lien entre la bête immonde et un magazine de cinéma?
Que ce soit à Orange ou Vitrolles, villes administrées par des membres ou d'anciens membres du FN (Facisme-Nazisme), les libertés ont reculé.
Notamment les libertés associatives. La culture y a régressé : fermeture de salles, censure sur les programmes, pression financière sur les opposants.
Le cinéma que nous défendons. Les artistes que nous aimons. La liberté d'expression. Tout cela serait anéanti par l'arrivée de ce parti, de leurs idées. Nous le refusons, avec véhémence.

Ecran Noir

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auto-ikone


Als der englische Jurist und Philosoph Jeremy Bentham 1832, im gesegneten Alter von vierundachtzig Jahren, sanft entschlief, hinterließ er der Nachwelt nicht nur ein umfangreiches Werk zum Utilitarismus, als dessen erster konsequenter Systematiker er sich in die Geistesgeschichte eingeschrieben hat. Auch seine körperlichen Überreste vermachte er der Wissenschaft, auf daß sie, so verfügte er in seinem Testament, in einer Weise konserviert würden, wie er das in seiner letzten Abhandlung ("Auto-Ikone oder weitere Verwendungsmöglichkeiten von Toten zum Wohle der Lebenden") für alle aufgeklärten Menschen geltend gemacht hatte: Der Kopf wurde vom Körper abgetrennt und - nach Maori-Art - mit Schwefelsäuredämpfen behandelt, das Skelett freigelegt und ausgepolstert, mit einem seiner Anzüge bekleidet und "in einen Stuhl gesetzt, in dem ich zu sitzen pflegte, während ich beim Schreiben in Gedanken vertieft war". Wie er mit Stock und Strohhut in einer Glasvitrine posiert, kann Bentham, dessen malträtierter Kopf bald aus Wachs nachgebildet wurde, auch heute noch im University College London an den jährlichen Sitzungen des großen Rats teilnehmen: der Gelehrte als Denkmal seiner selbst.
[aus der FAZ]

Zu sehen jetzt, aber als Puppen-Fake, in der Essener Ausstellung Ebenbilder.

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