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Donnerstag, 21. Februar 2002
nachträge
knoerer
10:23h
Warum das mit dem CinemaxX und Bill Viola so gut zusammenpasst, erklärt Oliver Körner von Gustorf heute in der taz: "Mit der Perfektion und dem Aufwand einer Hollywoodproduktion erzählt Violas Zyklus auf fünf synchron im Dunkel der Kunsthalle ablaufenden Einzelprojektionen die Heilsgeschichte einer von Vernetzung und digitaler Revolution geprägten Epoche, deren technologisches Voranschreiten zur Versprechung einer spirituellen Auferstehung führt. " Und wie Pakt der Wölfe war, erkläre ich hier. (Und zu Bill Viola gehe ich - voraussichtlich - nächsten Montag. Dann mehr.) ... Link Mittwoch, 20. Februar 2002
bill viola
knoerer
20:01h
Man traut seinen Augen kaum: mitten unter all der üblichen Dämlich-Werbung im postberlinal ernüchterten CinemaxX am Potsdamer Platz läuft (vor Pakt der Wölfe) ein Trailer für die Bill-Viola-Ausstellung im Guggenheim-Museum. ... Link
ben katchor
knoerer
10:12h
Sehr lesenswert Andreas Platthaus in der FAZ über den großartigen, in Deutschland leider fast völlig unbekannten Comic-Autor Ben Katchor. ... Link
amazon
knoerer
10:05h
Ganz unscheinbar als Rundmail flattert gerade eine böse Überraschung ins Postfach: Amazon (Deutschland; in den USA ist das ja schon immer so) erhebt ab sofort Versandkosten auch für Büchersendungen - solange der Bestellwert unter 20 Euro liegt. Haben sie sich bisher nicht getraut - und genau mit kleinen Einzelbestellungen horrende Verluste eingefahren. Damit ist die Schlacht eröffnet, immerhin vom Marktführer, bleibt abzuwarten, ob Bol, Booxtra & Co jetzt nachziehen oder Amazon das wieder aufgibt. ... Link
homo sacer
knoerer
09:44h
In der Süddeutschen weist Ulrich Raulff darauf hin, dass nach langen Jahren Giorgio Agambens Essay Homo Sacer endlich bei Suhrkamp erscheint. Mit dem Buch ist Agamben in bestimmten (vor allem US-amerikanischen) Theorie-Zonen zum hipsten politischen Denker avanciert. Ganz kurz gesagt (ein bisschen länger zu einem anderen Buch Agambens hier ) ist das die Politisierung des Fundamentalontologen Heidegger im Rückgriff auf die antike Figur des Homo Sacer als desjenigen, der nicht geopfert werden, aber straflos getötet werden kann. An diese Figur wird Foucaults Unterscheidung von bios und zoe angelagert, die als historische genommen, die Moderne als Bewegung in Richtung Biopolitik sichtbar werden lässt. Der Zugriff (des Staates vor allem, als Institut des Zugriff schlechthin) auf den Menschen erfolgt zunehmend auf sein "nacktes Leben" (so nun Agambens bereits viel verbreiteter Begriff), Politik wird so zu Biopolitik. Das wird, mit Heidegger wie gesagt (Agamben saß als gelehriger Schüler in späten Heidegger-Seminaren in Todtnauberg; außerdem spielt er übrigens auch mal einen Apostel bei Pasolini), tiefer gelegt, ganz tief, so dass diverse, vermeintliche Epi-Phänomene zum Ort werden, von dem aus die Moderne, also auch die Gegenwart (Agamben ist zutiefst ein moderner Denker, und nur die schwersten Geschütze der Philosophie und Literatur existieren da für ihn) zu denken ist. Der paradigmatische Ort: Das Lager, sprich Konzentrationslager. Zum, wenngleich umgedeuteten, Theorie-Kronzeugen wird dabei der Meister des antiliberalen Denkens, Carl Schmitt, herbeigerufen - und spätestens dann wird es wirklich unappetitlich. Agamben verzichtet auf jedwede Differenzierung, sein Stil ist apodiktisch und seine Theoriekenntnisse sind, trotz der ungewöhnlichen Mischung, sehr begrenzt, nämlich aufs ohnehin Kanonische. Benjamin und Foucault sind neben Heidegger die wichtigsten Denker, auf die Agamben Bezug nimmt, die Prämissen, von denen sie ausgehen, schluckt er mit Stumpf und Stil. Es gibt keine Auseinandersetzung mit eventuell konkurrierendem, das hieße vor allem: liberalem, Denken und ich kann das Buch, kaum dass ich es aufgeschlagen haben, immer wieder nur erbost an die Wand knallen. ... Link
Spirited Away
knoerer
08:55h
Leider, leider gibt Hayao Miyazaki, frischgebackener Berlin-Gewinner, in einem in Japan Today zusammengefassten Interview ziemlichen kulturpessimistischen Unsinn von sich. ... Link |
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last updated: 26.06.12, 16:35 furl
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morgigen FAZ: Zum Artikel "Hans Imhoff - Meister über die...
by knoerer (17.02.09, 19:11)
live forever The loving God
who lavished such gifts on this faithful artist now takes...
by knoerer (05.02.09, 07:39)
gottesprogramm "und der Zauber seiner
eleganten Sprache, die noch die vulgärsten Einzelheiten leiblicher Existenz mit...
by knoerer (28.01.09, 11:57)
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