Montag, 22. November 2004
internetferne

Ich frage mich manchmal, welche Künste die internetfernsten sind, wo es also die geringsten Überschneidungsbereiche in Personen gibt, die sich interessieren, also ins Netz gehen, um etwas über die Kunst zu schreiben oder zu erfahren. Derzeit denke ich ja: Theater. Dafür interessiert sich ohnehin nur ein sehr eingeschränkter Personenkreis, und im Netz sind es noch weniger. Vielleicht auch Neue Musik, das kann ich aber eher schlecht beurteilen. Comic ist auch nicht toll, aber da gibt es ohnehin nur so ein paar Handvoll Leute in Deutschland, die sich überhaupt kümmern. Andere Vorschläge?

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wandels

Gerade funkt er wieder unter alter Adresse, der große Reinkarnationsartist des deutschen Weblogwesens. Und gleich die Angst, dass er sich wieder davon macht, kaum hat man das festgehalten. [via bov]

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elite-remix

Die Klügsten klumpen zusammen - vor allem im Süden. Er jobbte in Uganda bei der Konrad-Adenauer-Stiftung und im US-Bundesstaat North Carolina beim Logistik-Riesen Schenker; im heimischen Hennef bei Bonn organisierte er den kommunalen Wahlkampf für die CDU. Seine erste Firmengründung, eine kleine Unternehmensberatung, lag da schon ein paar Jahre zurück. Anna Rohlfing, 22, studiert als Stipendiatin der Studienstiftung Internationale BWL, derzeit in Mailand. Seit ihrem 5. Lebensjahr spielt sie Cello.

Die jungen Gescheiten, Kreativen und Innovativen unter den Studenten, die künftigen Top-Manager oder vielleicht gar Nobelpreisträger: Mehr denn je arbeiten sie schon während des Studiums daran, ihre Chancen auf dem Jobmarkt durch Praktika, Auslandsaufenthalte und Zusatzqualifikationen zu mehren.

Wer an einer der kostenpflichtigen Kaderschmieden studieren will, muss seine Eignung in aufwendigen Auswahlverfahren unter Beweis stellen. Am Neckar begrüßt zu Semesteranfang der Hochschulchor, eifrig um das Image des Elitären bemüht, die Neuankömmlinge schon mal leicht ironisch mit Versen aus einem Liederbuch, das 1886 zur 500-Jahr-Feier erschienen war, und preist die Uni als "Lux Germaniae divina", als göttliches Licht Germaniens.
[q]

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lottmann

Joachim Lottmann, der gerade in diversen Medien seine Mietschulden wieder reinschreibt, geht mir wirklich sehr auf den Keks. [das jetzt via erratika]

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elite

Einen solchen Müll wie Joachim Dycks Text über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Geisteswissenschaften liest man selbst in der Welt nicht alle Tage. Ich weiß gar nicht, was daran ärgerlicher ist: Das, was da insinuiert wird oder die Tatsache, dass da so vor sich hin insinuiert wird, ohne dass der Mann mit der Sprache herauszurücken wagte. Ein Sehnen wird deutlich nach der guten alten Zeit, die neben Curtius - den man gefahrlos erwähnen darf - doch auch, wenn nicht gar vor allem aus so autoritären wie reaktionären Altnazi-Ordinarien bestand. Also läuft es hinaus auf eine gute neue Zeit, in der das Deutsch- und damit Fontane-Verstehen zum Nonplusultra der Ausbildung neuer Führungseliten erklärt wird, siehe, das kommt ja immer gut, in Amerika. Dazwischen gibt es kein Argument, aber kübelweise Ressentiment gegen alles, was an intellektueller Aufmöblung der längst in weltfremder Borniertheit verrannten Geisteswissenschaften stattgefunden hat. Dabei ist es einfach so, dass Joachim Dyck, und zwar aus eigener Ignoranz, alle Züge verpasst hat und nun eine gute Gelegenheit sieht, lauthals zu schreien, dass das ganze Bahnwesen sich in die falsche Richtung bewegt.

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